|
|
1. Beteiligte Schule
» Schulart: Grundschule (6 bis 12jährige)
» Anzahl SchülerInnen: 450 Anzahl LehrerInnen: 26
» Bestehende Schulvereinbarungen zu Chancengleichheit:
Die Schulvereinbarung beinhaltet: Bildung als einen integralen Prozess, eine integrierende und offene Schule, die Förderung des Respekts für die soziale und natürliche Umgebung und Bildung, die methodische Klarheit berücksichtigt. Es handelt sich um eine UNESCO-Schule.
» Soziale Merkmale der Schulumgebung:
Die SchülerInnen dieser Schule kommen aus zwei Wohngegenden. Die eine ist durch verschiedene Merkmale charakterisiert: Verlust des Dorfcharakters, ungebremstes Wachstum, große Defizite in der Infrastruktur. Es handelt sich um einen Schlafstadt ohne urbanes Zentrum oder Einkaufszentren, dem es an Möglichkeiten des Zusammentreffens mangelt und in dem es wenige Vereinigungen gibt im Verhältnis zu dem beträchtlichen Zuwachs neuer Bevölkerungsgruppen aus Afrika und Lateinamerika. Die andere Wohngegend lag zunächst an der Peripherie und gehört nun zum Stadtgebiet. Sie besteht aus gleichförmigen Wohnblocks mit Innenhöfen. Es besteht ein gewisser Grad an Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil und es besteht ein relativ stabiles Netz von Beziehungen unter den Bewohnern. Es gibt viel Straßenleben in dieser Gegend und viele Vereine. Es gibt viele kommunale und kommerzielle Räumlichkeiten. Trotzdem muss festgestellt werden, dass der Unterschied zwischen beiden Wohngegenden sich allmählich verringert hat. Der Prozentsatz von ImmigratInnen und Jugendlichen in diesem Stadtteil ist höher als in anderen Teilen der Stadt.
2. Beschreibung der Aktivität
» Zielgruppe(n) der Aktivität sind...
Alle Eltern
Alle SchülerInnen
» Wer setzt die Aktivität um?
LehrerInnen: alle
Eltern: Elternvereinigung
» Durchführungszeitpunkt und Dauer der Aktivität?
1998-99 und 2002-2003
» Methodik und Strategien
| Phasen |
Ziele/Prozess |
Zentrale Themen |
Methodik und Strategien |
| 1. Phase98-99/99-00 |
Gegenseitiges Kennenlernen |
Familie und ErziehungÜber Integration |
ElterngesprächeTeilnahme des Mediators |
| 2. Phase00-01/01-02 |
Sich austauschen |
Feste und Traditionen
Sprachen
Unser Bruder |
SchülerInnengesprächeLernen,
"Guten Morgen" zu sagen
Fest der Brüderlichkeit |
| 3. Phase02-03 |
Etwas zusammen tun |
Musik und Tanz |
Inhalte des Curriculum
Teilnahme der Eltern |
3. Gründe für die Durchführung der Aktivität
» Warum wurde mit der Aktivität begonnen?
Der Bedarf für die Förderung der Beziehungen zwischen allen Gruppen in der Schule mit dem Ziel Vielfalt für sich selbst als bereichernd zu empfinden und Isolation, Ghettos und Konflikte zu vermeiden, wurde insbesondere durch die Elternvereinigung AMPA entdeckt. Einige sehr sensibilisierte Eltern in der Vereinigung, die bereits einen Teil des AMPA Begrüßungskommittees bildeten (sie waren jedes Jahr verantwortlich für die Begrüßung und die Information neuer Eltern) schlugen vor, die Eltern näher zusammen zu bringen, damit sie sich besser kennen lernen, um nach und nach die gesamte Schule einzubinden.
» Ziele der Aktivität?
Das Ziel der Aktivität ist es, die verschiedenen an der Schule nebeneinander existierenden Kulturen, näher zusammen zu bringen, um die gegenseitige Wahrnehmung zu vergrößern und das gesamte Schulsystem zu bereichern, akzeptierende und Einstellungen unter der Bevölkerung zu fördern und damit Ablehnung und Konflikten vorzubeugen.
» Diskriminierungsgründe, die von der Aktivität bearbeitet werden
| Geschlecht |
Ethnische Abstammung |
| Sexuelle Orientierung |
Behinderung |
| Sozial-ökonomische Gründe |
Religion |
| Andere |
|
4. Ergebnisse der Aktivität
» Was hat sich als ein Ergebnis dieser Aktivität verbessert?
Generell wurde die Aktivität von allen beteiligten Akteuren als Erfolg angesehen, besonders von der Elternvertretung, die die Ergebnisse und den Prozess dieser Arbeit sehr hoch einschätzte.
- Die Aktivität unterstützte die "Normalisierung" von Immigration und Vielfalt in der Schule und in der Umgebung.
- Treffen, Gespräche, Begrüßen und Austausch zwischen den TeilnehmerInnen haben zugenommen. Die Begründung interkultureller Beziehungen wurde gefördert.
- Die Aktivität basierte immer auf der Wertschätzung aller Kulturen.
- Die völlige Verschiedenheit des Landes wurde aufgezeigt.
- ImmigrantInneneltern fassten mehr Vertrauen zur Schule.
- Es wurde ein Gemeinschaftsgefühl begründet.
- Eine Verbesserung der Meinung von Eltern über Immigration.
- Die große Teilnahme und Einbindung aller Familien wurde sehr hoch eingeschätzt.
» Faktoren, die einen Erfolg der Aktivität behindert oder gefördert haben
- Sensibilisierung der Eltern "vor Ort" und dadurch Schaffung einer Debatte und einer vorteilhaften und positiven Meinung über die Begrüßung und Akzeptanz von ImmigrantInnenfamilien in der Schule und der Umgebung.
- Gleichberechtigte Einbindung der Gruppen. Diese basiert nicht auf der Idee, dass "nichts für sie getan wird", sondern darauf, dass sie ebenfalls Verantwortung tragen, so wie jedermann.
- Bereiche schaffen, die den gleichberechtigten Austausch untereinander erlauben, wo jedermann etwas beitragen kann und sich so kenntnisreich und willkommen fühlen kann, wie die anderen Teilnehmer, was immer sie wissen und was immer sie darstellen. Die Aktivität des "täglichen Lebens" (Küche, Sprache, Musik, Glaube usw.) hat es erlaubt, diesen Bereich zu schaffen.
- Anstreben der "Normalisierung von Beziehungen", mit einer Betonung der "normalsten" Bereiche, die durch die Aktivität geschaffen wurden.
- Versuchen, die gesamte Lerngemeinschaft (Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen) einzubinden unter der Bedingung, dass alle ein gemeinsames, klares und bekanntes Ziel anstreben.
|
|