1. Beteiligte Schule
» Art der Schule: Staatliche Gesamtschule (Alter 11-18 Jahre)
» Anzahl der SchülerInnen : 1000
» Spezifische Schulvereinbarungen über Chancengleichheit:
Die Schule hat eine feste Vereinbarung über Chancengleichheit, und es ist ihr Ziel, die Vereinbarung in jedem Aspekt des Lebens an der Schule durchzusetzen. Die Vereinbarung über Chancengleichheit erstreckt sich auf LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern. Die Vereinbarung wird überall an der Schule bekannt gemacht. Die Schule hat auch Verhaltensregeln und Regeln gegen Schikane.
» Soziale Merkmale des Umfeldes
Die Schule liegt auf der Isle of Dogs im Londoner Stadtbezirk Tower Hamlets, einer Gegend mit grossen sozialen und ökonomischen Problemen. Die meisten SchülerInnen der Schule kommen aus nahe gelegenen Wohngebieten mit hoher Bevölkerungsdichte und wenigen sozialen Einrichtungen. Die Arbeitslosigkeit in der Gegend und bei den Eltern und Erziehungsberechtigten der SchülerInnen an der Schule ist hoch. Die ethnische Zusammensetzung der SchülerInnen ist 50% Weisse, 30% Bangladeshi, die übrigen 20% sind somalischer, indo-chinesischer, chinesischer, afro-karibischer und nigerianischer Herkunft.
2. Umsetzung der "Schule im Kampf gegen Rassismus"
» Die Aktivität richtete sich an...
Sie richtete sich an SchülerInnen, von denen das LehrerInnenkollegium den Eindruck hatte, dass sie Einfluss an der Schule hätten und die an den Problemen, die an der Schule aufgetreten waren, beteiligt gewesen waren.
» Wer setzt die Aktivität um?
Die stellvertretende Schulleiterin (Beauftragte für soziale Integration) und die Jugend- und Sozialarbeiterin leiteten die "Schule im Kampf gegen Rassismus".
» Datum und Entwicklungszeitraum der Aktivität:
Im Januar 2002 nahm die Schule vierzig SchülerInnen der Klassen 10 und 11 auf eine Teambildungs-Woche nach Nordirland mit, um die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den SchülerInnen und Leuten in Nordirland zu erforschen. Die Reise wurde im Januar 2003 mit 60 teilnehmenden SchülerInnen wiederholt.
» Methodik und Strategien
| Ziel der Schule war es, SchülerInnen auszuwählen, von denen sie glaubte, sie hätten die Fähigkeit, sich zu ändern und die als an der Schule einflussreich erkannt worden waren. Die ausgewählten SchülerInnen waren solche, die direkt oder indirekt an dem Konflikt beteiligt waren, der zu jener Zeit an der Schule bestand. Die Schule war sicher, dass wenn ein positiver Einfluss auf das Verhalten dieser SchülerInnen genommen werden könnte, dies den Konflikt an der Schule entschärfen würde. |
| Die Reise nach Nordirland war so angelegt, dass die SchülerInnen sich integrieren und miteinander arbeiten würden. Die SchülerInnen wurden in verschiedene Häuser aufgeteilt, wobei jedes Haus von Geschlecht und Rasse her ausgeglichen war. Dies wurde unter dem Begriff "Coca-Cola"-Gruppierungspolitik bekannt, d.h. gemischt nach Geschlecht und Ethnizität, ähnlich wie in den alten Coca-Cola-Werbespots. |
| Die SchülerInnen wohnten zusammen, kochten Essen für Leute mit unterschiedlichen Ernährungsbedürfnissen and arbeiteten in Teams zusammen. Während der Reise wurde das Thema Rassismus diskutiert, und die SchülerInnen wurden dazu aufgefordert, offen über ihre Erfahrungen und Ansichten zu sprechen. Die SchülerInnen fuhren auch nach Belfast, um mit SchülerInnen zu sprechen, die von der religiösen Trennung in der Stadt betroffen sind. |
| Nachdem die SchülerInnen aus Belfast zurück waren, richtete die Schule ein Projekt namens Young Adult Peers ein, auch bekannt unter dem Namen 'Unity Cru', in dem SchülerInnen zu positiven Vorbildern für die Schule ausgebildet wurden. Die Young Adult Peers helfen dabei, in Pausen und Mittagspausen Aufsicht zu halten und tragen T-Shirts, auf denen ihr Name auf dem Rücken aufgedruckt ist. |
3. Die Gründe für Schule im Kampf gegen Rassismus
» Warum wurde mit der Aktivität begonnen?
Die Zugehörigkeitsverhältnisse an der Schule waren nach Rassen aufgeteilt, wobei die Weissen, Schwarzen und anderen Rassengruppen gegen die SchülerInnen aus Bangladesh standen. Im November 2001 brach bei einem Kampf zwischen einem schwarzen Schüler und einem Bangladeshi Gewalt in breiteren Kreisen aus, was zur Verletzung eines schwarzen Mädchens führte. Im Hinblick auf diese Probleme entschied die Schule, ein Programm einzuführen, bei dem einige SchülerInnen nach Belfast fahren sollten, um etwas über Konfliktlösung und die Auswirkungen von (Rassen-)Trennung zu lernen.
» Ziele der Aktivität?
Das Ziel von "SCHULE IM KAMPF GEGEN RASSISMUS" war es, den Konfliktgrad innerhalb der Schule zu reduzieren und den Grad der Integration unter den verschiedenen SchülerInnen zu erhöhen.
» Diskriminierungsgründe an denen gearbeitet wird
Die Aktivität war spezifisch auf ethnische Herkunft konzentriert, enthielt aber auch einen allgemeineren Ansatz zum Wesen von Diskriminierung im Allgemeinen.
4. Ergebnisse der "Schule im Kampf gegen Rassismus"
» Was hat sich als Ergebnis dieser Aktivität verbessert?
- Reduzierung des Rassenkonflikts und der Kämpfe an der Schule;
- positiver Effekt auf die Schulkultur;
- bessere Integration unter den SchülerInnen, die nach Nordirland gefahren sind;
- positive Wirkung auf das Verhalten von SchülerInnen, die zur Teilnahme an der Aktivität ausgewählt wurden;
- eine Veränderung in den Einstellungen der SchülerInnen zu Rassismus.
» Variablen, die den Erfolg der Aktivität erleichtert oder behindert haben
- Ein gesamtschulischer Ansatz
- Investition in SchülerInnen
- Durch Erfahrung lernen
- SchülerInnen bauen etwas Eigenes auf
- Führungsqualitäten
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