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BESCHREIBUNG DER AKTIVITÄT: "KOOPERATIONSKLASSEN"

1. Beteiligte Schule

» Schulart: Grundschule (6-9 Jahre) (Kooperationspartner: Sonderschule für geistig Behinderte)

» Anzahl SchülerInnen: 360         Anzahl LehrerInnen: 17

» spezielle Schulvereinbarungen zu Chancengleichheit:

Die Schule hat keine Schulvereinbarung zu Chancengleichheit und gegen Diskriminierung.

» soziale Besonderheiten des Einzuggebietes der Schule

Die Schule befindet sich in einem Stadtviertel mit ausgewogener Eigenheimbebauung und sozialem Wohnungsbau. Der Anteil von MigrantInnen im Stadtteil ist leicht überdurchschnittlich. Es sind mehr Zu- als Fortzüge zu verzeichnen.

2. Umsetzung der "Kooperationsklassen"

» Zielgruppe(n) der Aktivität sind...

SchülerInnen: An der Kooperation sind Grundschulklassen aller Altersstufen und SchülerInnen der Sonderschule beteiligt.

» Wer setzt die Aktivität um?

LehrerInnen: Die Kooperationklassen werden von Lehrerinnen der beteiligten Grundschulklassen in enger Abstimmung mit den LehrerInnen der Sonderschule geplant und durchgeführt.

» Durchführungszeitpunkt und Dauer der Aktivität?

Kooperationsklassen gibt es seit ca. sechs Jahren und sind ein fester Bestandteil der Schule geworden.

» Methoden und Strategien

Grundlage der Kooperationsklassen ist ein Kooperationsvertrag zwischen der Grundschule und der benachbarten Sonderschule für behinderte SchülerInnen. Eltern werden vor der Einschulung ihrer Kinder befragt, ob diese in einer Kooperationsklasse unterrichtet werden dürfen. In den Kooperationsklassen erhalten behinderte und nicht-behinderte Kinder gemeinsamen Unterricht in den Fächern Kunst, Musik und Sport. Der Unterricht wird von den beteiligten Lehrerinnen gemeinsam geplant und durchgeführt und findet in den Räumlichkeiten beider kooperierende Schulen (Sonder- und Grundschule) statt. Es finden auch gemeinsame Feste (z.B. Einschulung), Ausflüge und andere Aktivitäten statt.

3. Gründe für die Durchführung der "Kooperationsklassen"

» Warum wurde mit der Aktivität begonnen?

Ein Grund für die Einführung der Kooperationsklassen liegt in der Überzeugung der beteiligten Schuldirektorinnen, dass GrundschülerInnen und SonderschülerInnen gleichermaßen von dem gemeinsamen Unterricht profitieren. Im Hinblick auf die Grundschülerinnen wurde in diesem Zusammenhang eine mögliche Zunahme sozialer Kompetenz genannt, im Hinblick auf die SonderschülerInnen eine größere Lernmotivation und die Möglichkeit von gesunden Kindern zu lernen. Außerdem können hierdurch die integrativen Konzepte, mit denen in Kindergärten guten Erfahrungen gemacht worden sind, in der Grundschule fortgeführt werden.

» Ziele der Aktivität?

Ziel der Kooperationsklassen ist das gemeinsame und gegenseitige Lernen von behinderten und nicht-behinderten Kindern in der Grundschule.

» Diskriminierungsgründe, die von der Aktivität bearbeitet werden

Die Aktivität soll ein Verständnis zwischen Behinderten und Nichtbehinderten fördern und zielt auf die bessere Integration von Behinderten.

4. Ergebnisse der "Kooperationsklassen"

» Was hat sich als ein Ergebnis dieser Aktivität verbessert?

Durch die Kooperationsklassen ist der Umgang nicht-behinderter SchülerInnen mit behinderten SchülerInnen zur Normalität geworden und behinderte SchülerInnen empfinden es positiv, mit nicht-behinderten SchülerInnen in einer Klasse zu lernen.

» Faktoren, die einen Erfolg der Aktivität behindert oder gefördert haben

  • Engagement der LehrerInnen trotz erhöhter Arbeitsbelastung
  • Akzeptanz der Eltern
  • Räumliche Nähe der Schulen
  • Flexibilität in Planung und Ausführung