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BESCHREIBUNG DER AKTIVITÄT: "MEDIATION"

1. Schule, die die Aktivität veranstaltet

» Art der Schule: Weiterführende Schule (12 bis16jährige)

» Anzahl der SchülerInnen: 720     Anzahl der LehrerInnen: 75

» Bestehende Schulvereinbarungen zu Chancengleichheit:

"Empfangsplan (um Immigrantenkinder zu empfangen), Büchersammlung (für SchülerInnen mit ökonomischen Bedarfen) und verschiedene Aktivitäten zur Sensibilisierung."

» Soziale Merkmale der Schulumgebung:

Diese weiterführende Schule befindet sich den Außenbezirken der Stadt Girona in einer Wohngegend mit etwa 2000 Einwohnern. Die Mehrzahl der SchülerInnen kommt von außerhalb. Das Einzugsgebiet besteht aus vier Stadtdistrikten. Sie sind Nachbarorte von Girona mit jeweils eigenen lokalen Verwaltungen, während die SchülerInnen aus der Stadt Girona aus bestimmten Wohngegenden kommen. Die Wohngegend-/Ortsidentität ist bei den SchülerInnen sehr stark ausgeprägt. Diese ist direkt verbunden mit der sozial-ökonomischen Struktur der verschiedenen Wohngegenden.

2. Durchführung der Aktivität

» Zielgruppen der Aktivität sind...

Alle SchülerInnen

» Wer setzte die Aktivität um?

LehrerInnen: HilfslehrerInnen
Andere: externe Mediatoren

» Zeitpunkt und Dauer der Umsetzung der Aktivität: Beginn im Jahr 2002

» Methodik und Strategien

  1. Informationsgespräche über die Arbeit des Mediationsdienstes an der weiterbildenden Schule. Ein Gespräch jeweils für die Jahrgangsstufen 2-4.
  2. Informationsgespräche über das Thema Mediation. Vier halbstündige Gespräche jeweils für die Jahrgangsstufen 2-4.
  3. Mediationssitzungen. Während des Schuljahres 2002/2003 (vom 18. Oktober 2002 bis zum 10. Juni 2003). Es wurde 23 Mediationssitzungen, die insgesamt von 61 SchülerInnen besucht wurden, durchgeführt.
  4. Mediations-Workshop. Seit Oktober 2003 wurden 13 Sitzungen abgehalten, die von den SchülerInnen auf freiwilliger Basis besucht werden konnten.

3. Gründe für die Aktivität

» Warum wurde die Aktivität durchgeführt?

Diese Aktivität entstand im September 2002, als Folge einer Anfrage des "Consell Escolar". Seit langer Zeit waren die Konflikte zwischen SchülerInnen unterschiedlicher ideologischer Ausrichtung größer geworden. Die Lösung der LehrerInnen bis zu diesem Zeitpunkt bestand darin, die SchülerInnen, die sich gegenseitig bekämpft oder beleidigt hatten, zu bestrafen. Sowohl der Schulleiter als auch die Elternvereinigung AMPA unterstützten das SchulpsychologInnenteam EAP in der Ansicht, dass Bestrafungen als alleiniges Konfliktlösungsmittel zu häufig benutzt würden. In diesem Moment nahm das EAP-Team Kontakt zur ACORD-Vereinigung auf, um sich ihres Mediationsdinstes zu bedienen.

» Welches waren die Ziele der Mediation?

Das Hauptziel der Aktivität ist, dass die SchülerInnen lernen, Konflikte friedlich zu lösen und dadurch das Zusammenleben an der Schule zu verbessern.

» Arten von Diskriminierung, die von der Aktivität bearbeitet werden

Geschlecht Ethnische Abstammung
Religion Behinderung
Sexuelle Orientierung    Sozialökonomische Merkmale
Andere

4. Ergebnisse der Aktivität

» Was hat sich als ein Ergebnis der Aktivität verbessert? Welche Faktoren haben den Erfolg der Kulturwoche gefördert oder behindert?

Generell war die Mehrheit der Interviewten zufrieden mit der Mediation. Es kann festgehalten werden, dass das Zusammenleben an der Schule sich verbessert hat, obwohl sehr schwer zu einzuschätzen ist, ob es ein momentaner Zustand ist oder ob die SchülerInnen die Mediationstechniken wirklich verinnerlicht haben. Die Lehrerschaft, die Familien und Fachleute von außerhalb glauben, dass an diesen Zielen auf eine mehr allgemeine Weise gearbeitet werden sollte, unter Berücksichtigung der Erziehung in den Familien, in der Wohngegend, im Kindergarten und in der Grundschule. Die allgemeine Ansicht ist, dass Mediation hilft, SchülerInnen für die Wichtigkeit des friedlichen Verhaltens anderen gegenüber - in gegenseitigem Respekt und in Toleranz - zu sensibilisieren.

» Welche Faktoren haben den Erfolg der Kulturwoche gefördert oder behindert?

  • Es gilt nun, Konflikte eher zu vermeiden, als sie zu lösen.
  • Die Tatsache, dass es eine Initiative war, an der LehrerInnen beteiligt waren und dass jeder wusste, wie sie funktionierte, erhöhte ihre Effektivität.
  • Das Ziel der Aktivität ist nicht, Diskriminierung zu bekämpfen, sondern, Konflikte zu vermeiden und zu bearbeiten. Auf diese Weise ist die Aufgabe der Aktivität nicht, strukturelle Diskriminierung zu bekämpfen, sondern bestimmte Konflikte zu lösen.