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EMPFEHLUNGEN FÜR SCHULEN

Dieser Abschnitt enthält Empfehlungen, die der Unterstützung von Schulen dienen sollen. Der Schwerpunkt der Empfehlungen liegt darauf, auf welche Weisen Schulen ein Maximum an positiver Wirkung bei solchen Aktivitäten erreichen können.

 

1.

VORBEREITUNG

Ziele diskutieren und festlegen

Es ist wichtig, dass an der Schule eine klare Vorstellung davon besteht, was durch die Aktivität erreicht werden soll. An manchen Schulen soll ein spezifisches, an der Schule präsentes Problem aufgegriffen werden, wie starker Rassismus, während an anderen Schulen präventiv gehandelt werden soll, damit Probleme nicht auftreten. Es ist wichtig, dass reine pro-forma-Aktivitäten an Schulen vermieden werden.

Die Bereitschaft an der Schule analysieren

Im ersten Stadium sollten an der Schule:
  • die Lehrpläne überprüft werden, ob bereits irgendwo an Chancengleichheit oder Diskriminierung gearbeitet wird
  • der Bestand an Stärken und Schwächen bei der Förderung von Chancengleichheit aufgenommen werden
  • die Sachkenntnis und Ressourcen der Lehrkräfte in Betracht gezogen werden
  • und Grenzen und Chancen der Förderung von Chancengleichheit erkannt werden.

Bestehende Ressourcen nutzen

Es existiert bereits ein breites Spektrum an Ressourcen, mit denen Schulen geholfen wird, Chancengleichheit zu fördern und Diskriminierung zu bekämpfen. Es kann sich für Schulen lohnen, sich bei Kommune, Landkreis, Land oder Bund nach finanz- und Sachmitteln oder Förderprogrammen zu erkundigen.

Die Gemeinschaft auf breiterer Basis einbinden

Für Förderung von Chancengleichheit und Bekämpfung von Diskriminierung ist nicht allein die Schule verantwortlich. Es kann sich für die Schule lohnen, nach externen Quellen zu suchen, um Hilfe und Informationen zu erhalten, zum Beispiel bei Gemeindeorganisationen, wohltätigen Organisationen, Institutionen der Kommunen oder Landkreise, oder Hochschulen vor Ort.

Ausreichende Ressourcen zuteilen

Arbeit für Chancengleichheit muss weder viel Geld, noch enorm viel Zeit kosten. Es ist jedoch wichtig, dass bei jeder Aktivität die finanziellen Mittel und das Personal zur Verfügung stehen, die für einen Erfolg notwendig sind.

Kurzfristig oder langfristig?

Kurzfristige Aktivitäten auf dem Gebiet der Chancengleichheit und Diskriminierung können erfolgreich sein, wenn sie Teil eines breiter angelegten Arbeitsprogramms sind. Um einen hohen Erfolgsgrad zu erzielen, sollte überlegt werden, an der Schule ein Arbeitsprogramm für einen längeren Zeitraum zu entwickeln.

 

2.

ZU BEACHTENDE PUNKTE

Gegen alle Formen von Diskriminierung vorgehen

Auch wenn an einer Schule eine bestimmte Form von Diskriminierung oder Vorurteil behandelt wird, wie Rassismus oder Homophobie, sollten doch auch Wege gefunden werden, um sicherzustellen, dass Diskriminierung und Vorurteile gegen jegliche Gruppe oder Person als falsch angesehen werden.

Chancengleichheit sollte ein zentrales Element des Ethos und der Ziele der Schule sein

Diejenigen Schulen, die erfolgreich Chancengleichheit fördern, sehen diese auch als zentrales Element ihres Ethos und ihrer Ziele. Chancengleichheit und Bekämpfung von Diskriminierung sollten auf allen Gebieten des schulischen Lebens umgesetzt werden.

Die Bedeutung von Schulvereinbarungen

Vereinbarungen über Chancengleichheit sind für Schulen wertvoll. Die Vereinbarungen sichern Konsequenz im Ansatz und Klarheit für alle Mitglieder der Schulgemeinschaft, was deren Pflichten gegenüber der Vereinbarung und ihrer Einhaltung angeht. Durch klare Vereinbarungen kann den Lehrkräften mehr Sicherheit gegeben werden, wenn sie mit oft schwierigen Angelegenheiten umgehen, die Chancengleichheit und Diskriminierung betreffen. Es ist wichtig, dass alle Mitglieder der Schulgemeinschaft am Entwurf der Vereinbarung beteiligt sind, und dass wenn die Vereinbarung getroffen ist, diese auch allen bekannt gemacht wird.

Möglichkeiten beim Lehrplan

Schulen sollten bestrebt sein, dass positive Bilder von verschiedenen Gruppen, Kulturen und Identitäten in den Lehrplan aufgenommen werden. Probleme hinsichtlich vorhandener Vorurteile und Diskriminierung sollten im Unterricht diskutiert und auch fächerübergreifend im Rahmen des Lehrplans diskutiert werden.

Chancengleichheit - alle sind dafür verantwortlich

Es liegt in der Verantwortung aller LehrerInnen, durch Bildung gegen Vorurteile und Diskriminierung vorzugehen und sicherzustellen, dass alle SchülerInnen gleichen Zugang zu Bildung haben. Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft sollten an den Diskussionen über Chancengleichheits-Arbeit an der Schule beteiligt werden.

Beteiligung der SchülerInnen

Es sollte versucht werden, die SchülerInnen in einem frühen Stadium des Projekts zu beteiligen.

 

3.

ZU BEACHTENDE FAKTOREN

Durch Erfahrung lernen

Aktive Teilnahme und Engagement der Zielgruppe sollte gesichert sein. Direkter Kontakt zwischen verschiedenen Gruppen - Kulturen - ist einer der besten Wege, Stereotypen aufzubrechen.

Führungsqualitäten

Erfolgreiche Arbeit auf dem Gebiet der Chancengleichheit erfordert starke Führung und Unterstützung durch SchulleiterIn, Mitglieder der Schulleitung und dem unterstützenden Personal.

In individuelle Personen investieren

Es sollte an der Schule versucht werden, den SchülerInnen Vertrauen zu schenken, indem ihnen die Mittel zur Lösung von Problemen an der Schule zur Verfügung gestellt werden.

 

4.

UMSETZUNG

Planung

Es sollte ein Plan erstellt werden, was wann wo stattfindet. Nachbereitungstreffen sollten regelmässig abgehalten werden.

Bewusstsein

Es sollte sichergestellt werden, dass alle - SchülerInnen, LehrerInnen, Eltern, die örtliche Gemeinschaft - sich der Arbeit für Chancengleichheit an der Schule bewusst sind.

Monitoring und Auswertung

Es ist wichtig, dass an der Schule der Erfolg der Aktivität im Vergleich zu den gesetzten Zielen untersucht wird, um für die Zukunft zu lernen und Gebiete zu erkennen, auf denen weitere Arbeit notwendig ist.